Über die Osteopathie

Eine eigenständige Form der Medizin, die ausschließlich mit den Händen arbeitet.

Was ist eigentlich Osteopathie?

Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, die dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen dient. Die osteopathische Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. Der Patient wird in seiner Gesamtheit betrachtet.

Der Ansatz der Osteopathie

Das Prinzip der Osteopathie bezieht sich zum einen auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, zum anderen auf die Eigenbewegungen der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel. Ist das Zusammenspiel eingeschränkt, können Funktionsstörungen die Folge sein. Kann der Körper diese Funktionsstörungen nicht mehr kompensieren, entstehen Beschwerden.

Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen können sich aus der Sicht der Osteopathie über die Faszien verbreiten und sich an einem anderen Ort des Körpers durch Beschwerden zeigen.

Säuglings- und Kinderosteopathie

Die osteopathische Behandlung bei Kindern ist eine Spezialdisziplin der Osteopathie. Babys, Kleinkinder und Jugendliche sind noch mitten in der körperlichen Entwicklung. Muskeln, Gewebe und Knochen wachsen und verändern sich. Sie unterscheiden sich teilweise erheblich von denen Erwachsener.

Der Osteopath arbeitet hier als „Übersetzer“. Die kleinen Patienten können sich oft noch nicht mitteilen. Mit den Händen wird ertastet, wo Blockaden im Körper sind, die den Säuglingen und Kleinkindern zu schaffen machen.

Behandlungsablauf

  1. 1
    Anamnesegespräch
    Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte. Befunde aus früheren medizinischen Untersuchungen sind hilfreich.
  2. 2
    Körperliche Untersuchung
    Beschwerden in einem Gebiet des Körpers, z.B. im Bereich der Gelenke, können ihre Ursache in einem ganz anderen Gebiet haben.
  3. 3
    Behandlung
    Ziel ist das Erkennen der Ursache der Beschwerden und eine darauf abgestimmte Behandlung. Jede Sitzung wird individuell auf Ihre Symptome abgestimmt.

Eine osteopathische Behandlung dauert zwischen 45 und 90 Minuten. Der genaue Verlauf der Behandlungen ist vom Einzelfall abhängig.

In einigen Fällen ist eine schulmedizinische Abklärung im Vorfeld der Behandlung notwendig. Die Osteopathie ergänzt in vielen Fällen die klassische Schulmedizin, ersetzt diese aber nicht.

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