Was ist eigentlich Osteopathie?

Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, die dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen dient. Die osteopathische Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. Der Patient wird in seiner Gesamtheit betrachtet.

Der Ansatz der Osteopathie

Das Prinzip der Osteopathie bezieht sich zum einen auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, zum anderen auf die Eigenbewegungen der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel. Ist das Zusammenspiel eingeschränkt, können Funktionsstörungen die Folge sein. Kann der Körper diese Funktionsstörungen nicht mehr kompensieren entstehen Beschwerden.

Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen können sich aus der Sicht der Osteopathie über die Faszien verbreiten und sich an einem anderen Ort des Körpers durch Beschwerden zeigen.

Behandlungsablauf

Bei Ihrer osteopathischen Behandlung erfolgt nach einem Anamnesegespräch eine ausführliche körperliche Untersuchung.

Beschwerden in einem Gebiet des Körpers, z.B. im Bereich der Gelenke, können ihre Ursache in einem ganz anderen Gebiet haben. Ziel der Osteopathie ist das Erkennen der Ursache der Beschwerden und eine darauf abgestimmte Behandlung.

In einigen Fällen ist eine schulmedizinische Abklärung im Vorfeld der Behandlung notwendig. Auch Befunde aus früheren medizinischen Untersuchungen sind hilfreich. Die Osteopathie ergänzt in vielen Fällen die klassische Schulmedizin, ersetzt diese aber nicht.

Eine osteopathische Behandlung dauert zwischen 45 und 90 Minuten. Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf die Symptome des Patienten abgestimmt. Der genaue Verlauf der Behandlungen ist von dem Einzelfall abhängig.